09 Aug

Botheler Schüler/innen begeben sich auf „Township Tour“ Autorenlesung mit Lutz van Dijk in der Wiedau-Schule

Auch wenn das Schuljahr weit vorangeschritten war und die Sommerferien in greifbarer Nähe, waren die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs der Oberschule sowie des Abschlussjahrgangs 10 der Hauptschule motiviert dabei, als der deutsch-holländische Schriftsteller Lutz van Dijk über die Schicksale und das Leben der HIV-infizierten  Kinder und Jugendlichen berichtete, die in dem von ihm 2002 gegründeten Kinderhaus HOKISA (Homes for Kids in South Africa – ein Zuhause für Kinder in Südafrika) in Kapstadt leben. Lesungen mit ihm gehören inzwischen zum festen Bestandteil des Schullebens der Wiedau-Schule und zur Freude der Zuhörenden sind sie auch fast schon fest in sein straffes Besuchsprogramm integriert.

Im Zentrum der diesjährigen Lesung stand das Buch „African Kids“, mit dem sich einige Schülerinnen und Schüler schon im Rahmen des Werte und Normen Unterrichts befasst hatten. Die Fotos und Geschichten dieses Buches zeigen und erzählen, wie Kinder und Jugendliche, die in Masiphumelele, einem der ärmsten Townships Kapstadts,  aufwachsen, ihr Leben sehen, welche Wünsche und Träume sie haben. Der anschauliche und sehr persönliche Bericht des Autoren ließ die Informationen konkret werden. Lutz van Dijk kennt die Kinder, über die er schreibt, und er weiß viel über sie zu erzählen. Das begeistert.

Dass täglich hunderte südafrikanischer Kinder an den Folgen von Aids sterben, war zwar im vorangehenden Unterricht angesprochen worden, richtig ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler gelangte es allerdings erst in der Begegnung mit Lutz van Dijk und seinen authentischen Berichten. Einen kleinen Einblick in den Alltag der HOKISA-Kinder gab abschließend ein Film, der anlässlich des 10-jährigen Bestehens im Jahr 2012 gedreht worden war.

Wie immer gelang es Lutz van Dijk mit seiner besonderen zugewandten Persönlichkeit, die Zuhörenden in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern. Seine liebevolle und einfühlsame Art, über seine HOKISA-Kids, über deren Schicksale und Entwicklungen zu berichten, lässt niemanden unberührt. Und nicht zuletzt motiviert sie, auch seine anderen Bücher zu lesen. Nicht vergessen zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass die Autorenhonorare für die Bücher an HOKISA gehen und die Möglichkeit besteht, über den Förderverein HOKISA e. V. zu spenden: hokisa@bf-bonn.de