30 Apr

Welttag des Buches – Offenes Vorlesen in der Wiedau-Schule

Anlässlich des diesjährigen Welttages des Buches hatten zwei Lehrkräfte der Wiedau-Schule etwas Besonderes vorbereitet. Melanie Schubert und Klaus-Dieter Drosdziok bereiteten unterstützt von den für die Buchausleihe der Schulbücherei zuständigen Schülerinnen Jessica Krenzer und Cheyenne Gaulke ein offenes Vorlesen an verschiedenen Orten vor. Es gelang ihnen, 18 Lehrkräfte der Schule für jeweils zwei Lesungen aus einem ihrer Lieblingsbücher zu gewinnen. Für jedes Buch gab es ein Vorstellungsplakat mit einer kurzen Inhaltsübersicht, nicht bekannt gegeben wurden hingegen die Namen der vorlesenden Lehrkräfte, um die Konzentration allein auf die Bücher zu lenken. Das Interesse war riesig und die Helfer und Helferinnen hatten an den Vortagen viel zu tun, um den Andrang auf die kostenlosen Eintrittkarten für die Lesungen zu bewältigen.

Das vielfältige Angebot bot von allem etwas: dabei waren Jugendbuchklassiker wie „Löcher“ von Louis Sachar, Literaturklassiker wie „Die Wand“ von Marlen Haushofer oder auch aktuelle Fragen betreffende Bücher wie Janne Tellers „Krieg – stell dir vor, er wäre hier“. Darüber hinaus lasen Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs eigene Kurzgeschichten vor, die im Rahmen des Deutschunterrichts entstanden sind. Zum Stöbern lud zudem noch ein Büchertisch der Buchhandlung Müller aus Rotenburg ein.

Zuhörer

„Das hat Spaß gemacht!“, so eine Schülerin, die damit auch die allgemeine Stimmung wiedergab. Und so steht jetzt schon fest: Im kommenden Jahr wird es wieder ein „Offenes Vorlesen“ geben, vielleicht sogar mit einem größeren Kreis von Vorleserinnen und Vorlesern aus dem schulischen Umfeld.

Vorstellungsplakate

 

25 Apr

Bild der Acryl-AG an Samtgemeinde übergeben

Gleich nach den Osterferien fand die Übergabe des Bildes statt, das die Schülerinnen der drei Acryl-AGs gemeinsam gestaltet haben. Das Besondere daran: Alle Schülerinnen aus den drei Nachmittag-AGs haben an dem Werk mitgearbeitet. Die Auftragsarbeit, die ihren Platz im Vorzimmer des Samtgemeindedirektors finden wird, fand so großen Anklang, dass der Samtgemeindedirektor, Herr Woltmann, und die Hauptamtsmitarbeiterin, Frau Gottschalk, den Schülerinnen nicht nur herzlich dankten, sondern diese gleich einen weiteren Auftrag erhielten. Auf den Fluren der Verwaltung gibt es noch genügend freie Stellen, die zukünftig mit Bildern der Kurse gefüllt werden sollen. Damit die Malerinnen nicht dauerhaft auf ihre Werke verzichten müssen, sind Wechselausstellungen geplant. Frau Amann dankte als Kursleiterin für die Möglichkeit, die Arbeitsergebnisse zu präsentieren, sowie für das Geldgeschenk, das Herr Woltmann der Gruppe überreichte. Der Verwendungszweck hierfür ist schon klar: Es werden neue Farben gekauft!

24.04.2014

24.04.2014

06 Apr

Eine Kurzgeschichte der besonderen Art

Auftrag im Rahmen des Deutschunterrichts des Jahrgangs 10 war es, sich durch ein Foto zu einer Kurzgeschichte inspirieren zu lassen … hier ein durchaus lesenswertes Ergebnis.

image001

Abgetaucht

Hemmungslos werde ich geschlagen. Immer und immer wieder. Schon seit mindestens zwei Minuten geht das so. Ich rufe um Hilfe. Ohne Erfolg. Die Dunstabzugshaube läuft. Meine Schreie – vergebens. Niemand da, bis auf den Koch und der schlägt mich skrupellos weiter. Der Schmerz ist groß. Wenig später koche ich vor Wut und Farbe kommt ins Spiel, aber die Schläge hören nicht auf. Sie werden härter. Der Mann mit Schürze kennt kein Erbarmen. Ein Entkommen ist quasi unmöglich. Ich werde von ihm in den Kühlraum gesperrt. Vier Stunden muss ich dort verweilen, allerdings kommt es mir eher wie eine halbe Ewigkeit vor. Es ist dunkel und ich habe das Gefühl, es würden sich kleine, fast unsichtbare Eiskristalle auf meiner Haut bilden und ich würde im nächsten Moment erfrieren. Man könnte meinen, dass es im Kühlraum wenigstens schön ruhig ist, aber das stimmt nicht ganz. Das Brummen des Kühlsystems, das Fluchen des Kochs gleich nebenan und dann klirrt auch noch das ein oder andere Mal ein Glas oder ein Teller. Dieser Seegang ist wirklich nichts für schwache Nerven. Der gute Mann in Schürze läuft im Nachbarraum auf und ab. Er wirkt ziemlich gestresst und brüllt einer zweiten Person andauernd etwas zu. Endlich ein Knarren, die schwere Tür zum Kühlraum öffnet sich und ein Lichtstrahl von draußen, lässt den Raum wieder erstrahlen. Unsanft werde ich vom Koch gepackt und in der Küche wieder abgesetzt. Der Mann mit Kochmütze und Schürze meint es ernst. Eiskalt reißt er mir die Haut vom Leibe. Ok, Schluss mit der Dramatik. Ich bin „nur“ ein Pudding, aber auch ich habe Gefühle! Dann geht alles ganz schnell. Er durchtrennt mich mit einem großen Küchengerät, teilt mich in 1.500 kleine Schälchen auf, dekoriert mich mit Schokostreuseln, die sich tief in mein Inneres bohren und schiebt mich auf einem Wagen an Deck. Dort schlägt er die Richtung der hungrigen Mäuler ein, die alle gestopft werden wollen. Der Koch ist überfordert und genervt, das merkt man ihm an. „Ich hab‘ keinen Bock mehr!“, schreit er. „Ich, ich ganz allein! Ich soll 1.500 Passagiere bekochen?! Das kann doch nicht sein!“ Plötzlich ein Ruck, ich stürze über die Reling ins Meer…

…und der Koch? Der springt hinterher! Gemeinsam tauchen wir ab.

Cheyenne Gaulke, 10bR
2013/14

02 Apr

Die 6bR erlebt das Mittelalter

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes hatte die 6bR Besuch aus dem „Mittelalter“. Herr Wedemeyer (unser Schulsozialarbeiter), der in seiner Freizeit Mitglied der „Interessengemeinschaft: Mittelalter in Niedersachsen“ ist, zeigte den Schülerinnen und Schülern Alltagsgegenstände aus dem späten Mittelalter. Er führte vor, wie man Feuer machte, und erklärte die Mode des ausgehenden Mittelalters.

IMG_9131-2

Während die Schülerinnen und Schüler einerseits leicht „schockiert“ waren, wie viel aus Knochen gefertigt wurde, z.B. Würfel, Messergriffe oder Spielfiguren, zeigten sie andererseits jedoch große Begeisterung für Rüstung und Schwert eines „Ritters“.

IMG_9162-2Das Kettenhemd („Brüne“, wie der Fachmann sagt) wiegt ca. 11 kg.

IMG_9166-2